Stricken

Angora-Strickwolle hochwertige Angora-Strickwolle mit mindestens 70% Angora-Anteil,
für wunderbar leichte, warme, wunderschöne, sehr hochwertige Handarbeiten.
Sie können Ihr Wunschmodell stricken lassen, mehr...
fertige Schmusepullover

Angora-Produkte, Wäsche aus Angora wird aus reiner Angorawolle oder aus Wolle mit hohem Angora-Anteil hergestellt
leicht, weich, warm: Mützen und Schals

angora stüble . Goethestraße 50 . D-76135 Karlsruhe

 

 

 

 

 

 

 

Maschenprobe:
Auch wenn Wolle und Nadelstärke passend ausgesucht wurden, kann das Gestrick lockerer oder fester weden, je nachdem wie fest der Faden nach der Maschenbildung angezogen wird. Das kann die Maße der fertigen Teils stark beeinflussen. Mit einem mindestens etwa 12 x 12 cm großen Probestück im Strickmuster wird festgestellt, wie viele Maschen 10cm Strickbreite und wie viele Reihen 10cm Strickhöhe geben. Wenn genau nach Anleitung gestrickt werden soll, müssen Maschen- und Reihenzahl genau den Angaben in der Anleitung entsprechen. Ist das nicht der Fall, muss eine andere Nadelstärke verwendet werden. Möglich, aber schwieriger ist es, die Angaben in der Anleitung auf die Zahlen der Maschenprobe umzurechnen.
Strickanleitung:
Gestrickte Bekleidung ist flexibel, passt sich so dem Körper an und ist bequem beim Tragen. Besonders wenn enges Anliegen am Körper gewünscht ist, kommt es jedoch sehr darauf an, auch beim Stricken die individuellen Körpermaße zu berücksichtigen. Zu eng gestrickte Teile können Körperformen unvorteilhaft hervorheben, die von etwas lockerer gehaltenen Teilen gut überspielt werden. Andererseits neigen zu weit, zu lang oder zu locker gestrickte Teile zum Durchhängen, was einen schlampigen Eindruck bewirkt. Strickanleitungen sollen daher zunächst entsprechend beurteilt und gegebenenfalls angepasst werden.
Strickwolle:
Reine Schurwolle wird vom lebenden Schaf durch regelmäßiges Scheren gewonnen. Diese Rohwolle durchläuft mehrere Verarbeitungsschritte, bis zum gereinigten, gleichmäßig versponnenen, meistens gefärbten Strickgarn. In der Regel wird die Wolle vorbehandelt, damit sie bei schonender Wäsche bis 30 nicht mehr einläuft. Häufig werden synthetische Fasern beigemischt, vor allem, um die positiven Pflege- und Trageeigenschaften zu verstärken. Wolle hält warm, wirkt temperaturausgleichend und kann bis zu 30 Prozent ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen.
Andere Tierhaare, von Ziegen (Mohair), Kaninchen (Angora), Lamas oder Alpakas gleichen Temparaturschwankungen oft besser aus, lassen sich angenehmer tragen, sind leichter oder dekorativer, in der Gewinnung jedoch aufwendiger und daher auch teuer.
Chemiefasern:
Mit Fasern aus der Retorte erhalten Designer große Freiheiten. Sie kommen daher in jedem Modetrend vor. Auch wenn es darum geht, regen- und reißfeste Kleidung herzustellen, die bei minimalem Volumen und Gewicht Wind und Kälte abhalten und sich knautschfrei tragen lassen kann, sind im Labor hergestellte Fasern unschlagbar.
Zellulose-Fasern werden aus pflanzlichen Rohstoffen durch chemische Prozesse gewonnen und kommen als Viskose, Acetat oder Modal in den Handel. Synthetische Fasern entstehen durch chemische Reaktionen verschiedener Elemente mit dem Grundstoff Kohle oder Erdöl.
Alle Chemiefasern sind absolut problemlos zu pflegen. In Garnmischungen sorgen sie dafür, dass Stricksachen besonders formstabil sind. Sie werten Naturfasern auf, stärken deren positiven Eigenschaften und gleichen mögliche Schwächen aus.
Was zur Zucht von Angora-Kaninchen
und zur Gewinnung des Angora-Garns zu sagen wäre:

Den Berichten in Presse, Fernsehen und im Internet widersprechen die Züchter:
Es gibt Angora-Kaninchen mit verschiedenen Angora-Wollhaar-Strukturen
In Frankreich und in der Schweiz werden Angora-Kaninchen mit gröberer Woll-Struktur gezüchtet. Die Haare des Fells werden nach 4 Monaten überreif und können durch Auskämmen und Abzupfen gewonnen werden. Diese gezupfte Wolle wird zu hochwertiger langhaariger Handarbeitswolle verarbeitet
In Deutschland, Österreich und weiteren Ländern werden Angora-Kaninchen gezüchtet, deren Fell ein feines Woll-Vlies bildet, das regelmäßig alle 2-3 Monate geschoren wird. Erstklassige Woll-Qualität erhält der Züchter nur, wenn er die Kaninchen in sauberen und ausreichend großen Stallungen hält und regelmäßig pflegt. Die geschorene Angora-Wolle verarbeiten spezialisierte Betriebe zu hochwertigen Strickwaren.
Zur Schur wird entweder eine Handschere mit Schutzbügel oder eine elektrische Schermaschine verwendet. Wie bei der Schaf-Schur wird sorgfältig darauf geachtet, daß das Kaninchen nicht verletzt wird, nicht nur wegen der Tiere, sondern auch weil verunreinigte Wolle wertlos ist. Nach der Schur verbringen die Tiere ca. 48 Stunden in temperierten Ställen. Danach hat sich das Kaninchen umgestellt und die Wolle hat wieder zu wachsen begonnen.
Das nach der Schur starke Haarwachstum verlangsamt sich, wenn das Kaninchen in voller Wolle steht. Jetzt beginnt sich das Tier unwohl zu fühlen, sein Appetit läßt nach. Würde man auf die Schur verzichten, würde das Kaninchen eingehen, da wegen des dichten Fells zu wenig Körperwärme abgegeben werden kann. Genau wie unsere Wollschafe wurden Angora-Kaninchen für die Wolle-Gewinnung gezüchtet. Wer dies als Tierquälerei bezeichnet, muß dieselben Maßstäbe an jede Zucht von Haus- und Wirtschaftstieren anlegen, also auch für Hunde, Pferde, Rinder, Ziegen, Schweine, Geflügel, Schafe.
Allerdings muß zu Recht gefordert werden, daß ethische Grundsätze für den verantwortlichen Umgang mit der Natur, der gesamten Pflanzen- und Tierwelt gelten und beachtet werden. Einseitige Zucht hat da ihre Grenzen, wo Leiden anfängt.